Zersiedelungsinitiative
Mitte Februar dürfen wir einmal mehr abstimmen über ein Thema, über welches wir in den vergangenen Jahren schon mehrmals abgestimmt haben. Es geht den Inititanten um die Zersiedelung, welche gestoppt werden soll.
Wir haben an der Urne in den vergangenen Jahren klar kundgetan, dass wir keine Zersiedelung wollen. Wir haben uns deutlich für eine moderne Raumplanung ausgesprochen und haben klar nein gesagt zu neuen Zweitwohnungen. Beide Initiativen sind daran, von den Kantonen und Gemeinden umgesetzt zu werden. Beides scheint, Stand heute, auf gutem Weg zu sein. Ist ja auch gut schweizerisch, wenn wir diesen neuen Gesetzen erst mal eine Chance geben, bevor schon wieder eine neue, verschärfte Zwängerei eingeführt werden soll. Die Initianten wollen faktisch ein Bauverbot für die ganze Schweiz erzwingen, indem keine neuen Zonen mehr zu Bauzonen gemacht werden können. Das heisst, dass alle noch vorhandenen Bauzonen sofort an Wert gewinnen, weil ja begehrte und limitierte Waren oder Leistungen immer teurer werden. Also: steigende Baulandpreise = steigende Wohnungspreise. Wollen Sie das? Die Schweiz irgendwann nur noch für Reiche?
Die Initianten empfehlen zu verdichten gegen innen und dort, wo sinnvoll. Wollen wir unsere Dorfplätze mit Mehrfamilienhäusern zupflastern? Oder die geschützten Ortsbilder aufweichen, einmalige Riegelhäuser abreissen und danach gesichtslose Blöcke hinstellen? Also mich schaudert's. Sie auch?
Autor: Hans Graf