📢 Kleinwohnungen im Vormarsch?
Zusammenfassung des Interviews zum Thema Kleinwohnungen im Vormarsch:
Trend zu kleineren Wohnungen
- Entwickler wie Pensionskassen oder Immobilienfonds planen zunehmend kleinere und kompaktere Wohnungen.
- Besonders stark im Fokus: Kleinwohnungen mit 2½ bis 3½ Zimmern, insbesondere für Singles.
Zwei Hauptzielgruppen fĂĽr Singlewohnungen
- Jüngere Singles (20–35 Jahre): Flexibel, sportlich, brauchen z. B. keinen Lift.
- Ältere Singles (ab 70 Jahren): Haben oft höhere Ansprüche an Barrierefreiheit, z. B. Lift zwingend erforderlich.
- Besonders in Altstädten ein Problem, da dort oft Lifte fehlen.
- Prognose: Bis 2050 wird die Schweiz 10,5 Mio. Einwohner haben – die Hälfte des Zuwachses sind über 70-Jährige.
- Fazit: Es braucht viel mehr altersgerechte Kleinwohnungen.
Zonenpläne und Verdichtung
- Alle Flächen in der Schweiz sind durch Zonenpläne geregelt (Wohn-, Gewerbe-, Industrie- etc.).
- In Wohnzonen wird bestimmt, wie hoch, wie breit und wie viele Etagen gebaut werden dĂĽrfen.
- Um mehr Wohnraum zu schaffen, braucht es:
- Verdichtung in Städten
- Umzonung von Industrie- zu Wohnzonen (z. B. Mühlental)
- Höher bauen, mehr Wohnzonen schaffen
Kleinere Wohnfläche auch bei grösseren Wohnungen
- In den 1990er-Jahren waren Wohnungen grösser (z. B. 4½-Zimmer mit 130 m² + 20 m² Balkon).
- Heute: gleiche Anzahl Zimmer, aber z. B. 100 m² + 12 m² Balkon – besser bezahlbar.
- Grund: Kostenexplosion bei grösseren Wohnungen machte sie unerschwinglich.
- Bewohner müssen sich mittelfristig um ca. 20 % bei der Fläche einschränken.
Nachhaltigkeit spielt eine grosse Rolle
- Kleinere Wohnungen = geringere Baukosten
- Weniger Energieverbrauch → besserer ökologischer Fussabdruck
- Auch Nebenkosten und Heizkosten sinken – positiv für Tragbarkeit
Fazit von Hans Graf
- Wir werden in kleineren Wohnungen leben, weil sie erschwinglicher und ökologisch sinnvoller sind.
- Die Verdichtung in urbanen Gebieten ist notwendig, um dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden.
- Moderne Kleinwohnungen leisten einen wichtigen Beitrag zur COâ‚‚-neutralen Zukunft.
Autor: Hans Graf