Es gibt Makler und Makler…

Wie Pilze schiessen sie aus dem Boden: die "Jungen Wilden" in unserer Branche. Neudeutsch könnten wir auch PropTech dazu sagen. Wie auch immer diese heissen, eines haben sie mit den herkömmlichen Maklern gemein: sie wollen möglichst rasch ganz viel Geld verdienen. Vollmundig und vielversprechend kommt die Werbung daher. Da ist vom Verkauf ohne Makler die Rede. Oder vom Hausverkauf ohne Provision. Das tönt natürlich schon verführerisch. Verkauf mit Fixprovision, unabhängig, was das Objekt Wert ist. Puuh.

Müssen wir etablierte Makler uns nun warm anziehen? Nun – eines kann ich nach 22 Jahren als selbständiger Makler sagen: schon immer gab es neue Marktteilnehmer und am Ende des Jahres sind es immer etwa gleich viele Protagonisten, wie anfangs Jahr. Ausser dass sich die Namen mal ändern oder die Methoden. Ich bleibe also sehr gefasst und kann weiterhin sehr gut schlafen. Denn eines ist klar: entscheidend sind nur der anhaltende Erfolg, eine umfassende und grosse Referenzliste und laufende Weiterbildung. Kein Neuer, egal in welchem Beruf, kann als Quereinsteiger einfach die gleich guten Resultate liefern, wie einer mit einem langjährigen Team und jahrzehntelanger Erfahrung. Da helfen auch tolle Begriffe, wie: Digitalisierung oder Algorithmen nicht weiter.

Daher mein Rat an Sie, werte Leser unseres Blogs: trauen Sie keinem, der Ihnen die gleiche Leistung zum halben Preis oder gar gratis verspricht. Trauen Sie keinem, der Ihnen einen Verkauf innert wenigen Tagen verspricht. Und trauen Sie keinem, der nicht in der Region des Verkaufsobjektes seit Jahren erfolgreich tätig ist. Immobilienverkauf ist regional, braucht Geduld und Fingerspitzengefühl.

Autor: Hans Graf