Der Garten des Grauens…

Ist Ihnen, werte Leser unseres Blogs, auch schon eine neue Seuche aufgefallen, welche epidemisch um sich greift? Die Geröllhaldenseuche. Verstehen Sie mich nicht falsch: es geht da nicht um sorgfältig angelegte Steingärten oder Kiesflächen und Kieswege. Nein, ich meine diese üblen Geröllflächen in Wohnquartieren. Diese sind oft mit ortsfremdem Geröll in unterschiedlicher Grösse bestückt und mit Unkrautvlies unterlegt, weil der laienhafte Besteller dieser Wüsten auch noch annimmt, dass damit das Unkraut für alle Zeit verbannt ist. Das schlechte Gewissen der Eigentümer hat vielleicht noch eine kleine Aussparung gelassen für ein Büschlein oder ein paar Ziergräser. Also, schön ist das nicht. Und der Clou ist ja, dass sich zwischen dem Schotter im Laufe der Zeit organisches Material ansammelt, was dann idealer Nährboden für Unkraut wird. Und weil dies kaum zu jäten ist, wird der Eigentümer oder dessen Gärtner vermutlich zur verbotenen Giftspritze greifen. Und jetzt fragen Sie sich, warum bereits erste Gemeinden ihre Bauordnungen so aktualisiert haben, dass solche Verstümmelungen nicht mehr erlaubt sind? Dann schon lieber eine natürliche Blumenwiese, wo sich Bienen und Insekten tummeln und wo vielleicht 2-3 Mal jährlich ein Schnitt nötig ist.

Autor: Hans Graf