LIBOR Hypotheken und ihre Tücken

In den letzten Jahren sind LIBOR-Hypotheken so richtig in Schwung gekommen. Alle Banken offerieren mittlerweile diese Produkte, viele auch ganz offensiv. Es handelt sich, kurz gesagt, um eine Hypothek mit fester Laufzeit und variablem Zins. Der Zins kann dabei, je nach Bank, monatlich, quartalsweise oder halbjährlich angepasst werden. Habe ich jetzt "feste Laufzeit" geschrieben? Tatsächlich haben auch Libor-Hypotheken eine feste Laufzeit. Während dieser Laufzeit ist es nicht möglich, ohne Strafgebühr auszusteigen oder einen Teil des Betrages zurückzuzahlen. Einige Institute lassen da zwar mit sich reden, andere jedoch berufen sich auf ihre Konditionen und bleiben hart. Was können Sie als Kunde also tun? Wenn Sie ein neues Objekt kaufen und bei der gleichen Bank finanzieren, wird diese Hypothek für das neue Objekt übernommen. Oder Sie übertragen Ihre Libor-Hypothek zusammen mit Ihrem Haus an die Käufer. Dies setzt allerdings voraus, dass die Käufer auch von Ihrer Bank akzeptiert werden. Oder Sie machen die Faust im Sack und bezahlen halt diese Strafgebühr. Immerhin sind Sie ja in den letzten Jahren mit einer Libor-Hypothek meist deutlich günstiger gefahren, als mit allen anderen Hypothekenprodukten.

Autor: Hans Graf

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