📢 Immobilien innerhalb der Familie weitergeben
Zusammenfassung des Interviews zum Thema Immobilien innerhalb der Familie weitergeben:
Warum das Thema wichtig ist
- Gerade um die Weihnachtszeit treffen sich viele Familien – ein guter Moment, um sich Gedanken über die Zukunft von Immobilien im Familienbesitz zu machen.
- Eine gut geplante Übergabe beugt familiären Konflikten und finanziellen Nachteilen vor.
- Empfehlung: frühzeitig planen und idealerweise Fachleute hinzuziehen.
Wann mit der Planung beginnen?
- Sinnvoll z. B. bei:
- Pensionierung
- Auszug der Kinder
- Veränderung der Wohnbedürfnisse im Alter
- Fragen wie:
- Im Haus bleiben oder in eine altersgerechte Wohnung umziehen?
- Will eines der Kinder die Immobilie übernehmen?
- Was passiert nach dem Tod – Verkauf oder Vererbung?
Erster Schritt: Vermögensübersicht
- Eine Auslegeordnung mit Budget schafft Klarheit über:
- Finanzielle Lage
- Eigenen Bedarf
- Mögliche Optionen zur Weitergabe
- Wichtig: Klären, wer gesetzlich wie viel erbt, um Partner oder Kinder ggf. gezielt abzusichern.
Vererben oder Schenken zu Lebzeiten?
- Beides hat Vor- und Nachteile:
Schenkung zu Lebzeiten
- Vorteile:
- Klare Verhältnisse
- Frühzeitige Regelung
- Nachteile:
- Verlust von finanzieller Flexibilität
- Eventuell schwierige emotionale Loslösung
Vererbung im Todesfall
- Vorteile:
- Man bleibt im gewohnten Umfeld
- Soziale Bindungen und Erinnerungen bleiben erhalten
- Beide Varianten sollten gut geplant sein.
Einbindung der Kinder
- Offene Kommunikation ist entscheidend.
- Beispiel: Ein Ehepaar plante, jede Wohnung eines Dreifamilienhauses an ein Kind zu vererben. Später wollte nur eines der Kinder tatsächlich eine Wohnung übernehmen – die anderen wurden verkauft.
- Frühzeitige Abklärung der Interessen hilft, Überraschungen zu vermeiden.
Warum professionelle Beratung sinnvoll ist
- Viele rechtliche Aspekte werden häufig übersehen:
- Wohnrecht/Nutzniessung gilt als entgeltliche Gegenleistung und beeinflusst den Übernahmepreis.
- Erbvorbezüge: Immobilien müssen bei der Erbteilung zum aktuellen Wert berücksichtigt werden, nicht zum früheren Schenkungswert, sofern keine andere Regelung getroffen wurde.
- Ungerechtigkeiten drohen, wenn ein Kind eine Immobilie erhält und das andere einen Geldbetrag – ohne korrekte Ausgleichsregelung.
- Pflichtteile können verletzt werden, wenn keine klare Vereinbarung (z. B. Erbvertrag) besteht.
Hans Graf über seine eigene Vorsorge
- Er und seine Frau haben:
- Einen Ehevertrag abgeschlossen
- Ein Testament erstellt, das dem überlebenden Ehepartner das Alleineigentum an der Immobilie zusichert.
- Hinweis: In Patchwork-Familien oder mit Kindern ist die Regelung komplexer.
- Empfehlung: Erbschaftsregelung regelmäßig überprüfen, da sich Lebensumstände ändern.
Autor: Hans Graf