Hauseigentümer werden immer älter…
Vor 10 Jahren war der durchschnittliche Eigentümer noch 54 Jahre alt, nächstes Jahr bereits rund 58 Jahre. Daraus schliesse ich, dass immer mehr Pensionierte im eigenen Heim leben. Rund ein Drittel aller Haushalte wird von Menschen über 65 bewohnt. Wie kommt das? In jungen Jahren kann der Schweizer sich Wohneigentum fast nicht leisten, den Regulatoren sei Dank… Hat man dann endlich genügend Eigenmittel angespart, will man möglichst lange im eigenen Haus oder Wohnung leben.
Dadurch zeigt sich jedoch ein neues Problem: Die Belehnungsrichtlinien der Banken gelten natürlich auch für Menschen im Pensionsalter. Und da zeigt sich, dass die Tragbarkeit oft nicht mehr den geltenden Richtlinien entspricht, welche für Berufstätige aufgestellt wurden. Wenn man nun kurz vor dem Erreichen des Pensionsalters noch eine langjährige Hypothek abschliesst, so kann der gewiefte Eigentümer diesem Problem noch ein paar Jahre ausweichen. Aber mit Mitte 70 kommt dann tatsächlich der Banker und pocht auf die Tragbarkeit. Nicht selten müssen ältere Leute ihr Haus verkaufen und in eine günstigere Eigentumswohnung wechseln oder gar eine Mietwohnung beziehen, weil das Haus nicht mehr "drinliegt". Es wäre daher sehr wünschenswert, wenn unsere Regulatoren sich darüber einmal Gedanken machen würden und Anpassungen vornehmen.
Autor: Hans Graf