Frühlingsgefühle

Frühlingszeit ist Aufbruchzeit. Das scheint irgendwie im Mensch drin zu stecken. Schon bald nach den Skiferien befasst man sich mit Plänen für die Sommerferien. Auch die Möbelhäuser werden stärker frequentiert und die Gartencenter locken auch schon bald wieder mit Ausstellungen von Gartenmöbeln, Pflanzen und ganzen Gartenumbauten. Und die Autohäuser bringen alle neuen Modelle auf den Markt.

Der Frühling ist aber auch die Zeit, wo viele Menschen Lust haben, sich wohnlich zu verändern. Die Anzeigenseiten der Zeitungen sind wieder ziemlich gut gefüllt und die Portale im Internet übertreffen sich schon wieder mit neuen Überbauungen und Projekten. Falls Sie sich als Hauseigentümer also mit dem Verkauf Ihrer Immobilie befassen, dann sollten Sie sich eigentlich auch genau diese Frühlingsgefühle zu Nutze machen. Sie stimmen mir schon zu, wenn ich behaupte, dass ein grüner, gepflegter Garten schon mal einen besseren "ersten Eindruck" macht, als jener mit braunem Laub und ungeschnittener Hecke. Jeder Interessent, welcher den gepflegten Garten sieht, sieht sich, bewusst oder unterbewusst, bereits auf dem Liegestuhl an der Sonne liegen und den Garten geniessen. Und wenn Sie sogar über ein Schwimmbad verfügen, dann wirkt dieses sehr viel besser, wenn es gefüllt und gepflegt gezeigt wird, als wenn es im braunen Rasen zugedeckt vor sich hin dümpelt.

Kurz gesagt: Wenn Sie etwas zu verkaufen haben, dann versetzen Sie sich doch in die Lage des möglichen Käufers. Putzen Sie "die Braut" heraus und erhöhen Sie Ihre Chancen für einen erfolgreichen Verkauf. Nehmen Sie sich Ihren Autohändler als Vorbild: er putzt ein Modell besonders heraus, stellt es prominent vor sein Geschäft und macht auch noch ein Schild "Angebot der Woche" aufs Dach. Nach einer Woche ist dieser Wagen weg. Meistens erfolgreich verkauft, manchmal auch wieder hinter dem Gebäude abgestellt, weil bereits wieder ein neues glänzendes Modell verkaufsfördernd präsentiert wird.

Ob Sie Ihr Haus selbst verkaufen oder ob Sie dazu einen Fachmann beiziehen sollten, darüber lasse ich mich später einmal aus.

Autor: Hans Graf

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