📢 Erneuerungsfonds




Der Immo-Service von Radio Munot im Gespräch mit Hans Graf:

Der Erneuerungsfonds beim Stockwerkeigentum – Sinn, Sparbeträge & Tipps

Der Erneuerungsfonds ist das Sparkonto einer Stockwerkeigentümergemeinschaft. Alle Mitglieder zahlen regelmässig ein, um künftige Reparaturen und Sanierungen finanzieren zu können. Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht, jedoch ist die Instandhaltung eines Gebäudes verpflichtend – daher lohnt sich vorausschauendes Sparen.

Wie viel sollte gespart werden?

Es gibt keine feste Vorgabe, aber oft orientiert sich die Höhe an der Gebäudeversicherungssumme – beispielsweise 0,5 % pro Jahr. Grössere Investitionen, wie der Ersatz von Ölheizungen, können den Fonds rasch leeren, weshalb eine gute Planung essenziell ist.

Was passiert, wenn der Fonds nicht ausreicht?

Dann müssen die Eigentümer Nachzahlungen leisten. Deshalb unser Tipp: Lieber etwas mehr sparen – so bleibt die Liegenschaft wertbeständig und Renovationen werden eher umgesetzt. Käufer haben das Recht, Einsicht in Protokolle und Abrechnungen zu erhalten, um sich über den Zustand und geplante Investitionen zu informieren.

Wann beginnt man mit dem Sparen?

Oft erst nach drei Jahren, da neue Gebäude anfangs kaum Instandhaltungskosten haben. Nach rund 20 Jahren stehen jedoch erste grössere Reparaturen an.

Wie steht es mit Verwaltung & Zahlungspflichten?

Die Verwaltung führt den Fonds auf einem separaten Konto. Wer seine Beiträge nicht zahlt, kann durch einen Grundbucheintrag zur Zahlung verpflichtet werden. Beim Kauf einer Wohnung lohnt es sich daher, auf allfällige Restanzen zu achten.

👉 Tipp von Hans Graf: Anstehende Investitionen und offene Beiträge sollten sich im Kaufpreis widerspiegeln. Lassen Sie sich vor dem Kauf Protokolle und Abrechnungen zeigen – und ziehen Sie bei Unsicherheiten einen Experten hinzu.

Autor: Hans Graf