Buy-to-let

Geschätzte Stammleser unseres Blogs. Letzte Woche hat die UBS ihren periodischen Immobilienmarktbericht veröffentlicht. Verschiedene Medien haben darüber berichtet. Was haben alle Medien besonders hervorgehoben? Dass bei der UBS rund 20% aller Hypothekengesuche für Eigentumswohnungen von privaten Kunden für Wohnungen genutzt werden, welche anschliessend nicht selbst bewohnt, sondern vermietet werden. Daher die neudeutsche Bezeichnung "buy-to-let", also kaufen zum Vermieten. Ich habe schon im Immo-Service von Radio Munot im März darauf hingewiesen, dass dies grosse Risiken beinhaltet. Nebst bekannten Risiken, wie Leerstände, zahlungsfaule Mieter, Mietnomaden oder Mietrechtsstreitigkeiten auch die Gefahren, wenn die Zinsen mal wieder steigen sollten. Dann werden all diese privaten "Vermieter" keine Freude mehr haben an ihrem Investment und ihre Wohnung rasch wieder auf den Markt bringen. Wenn plötzlich viel Angebot herrscht, dann sinken die Preise. Und dann werden diese "Vermieter" wieder keine Freude an ihrer Wohnung haben, denn nebst den bescheidenen Renditen während der Vermietung, müssen sie auch noch Preiseinbussen beim Verkauf einstecken.

Was lernen wir daraus? Ich bin ein Prophet und habe das schon längst erkannt… :-) . Aber mal im Ernst: Falls Sie Eigentümer einer solchen Wohnung sind und ein Mieterwechsel ansteht, dann sollten Sie konkret über einen Verkauf nachdenken. Noch sind die Preise auf einem guten Niveau und die Nachfrage ist gut. Noch könnten Sie ohne Verlust verkaufen, wenn die Wohnung noch neuwertig ist und an einer guten Adresse. Die Zinsen werden in den kommenden 2-3 Jahren steigen und andere Investments werden wieder interessanter als auch schon. Wir sind bereit, Sie bei diesen Herausforderungen zu unterstützen.

Autor: Hans Graf

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